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Ausgezeichnet. Klemens Brosch-PreisträgerInnen

Landesgalerie Linz / 20. Okt. 2016 bis 12. Mär. 2017

Sonderausstellung

Ausgezeichnet. Klemens Brosch-PreisträgerInnen

Eröffnung: Mi, 19. Oktober 2016, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 20. Oktober 2016 – 12. März 2017
Pressekonferenz: Mi, 19. Oktober 2016, 10 Uhr
Wappensaal

Aus Anlass der großen Klemens Brosch Retrospektive, die an den bedeutenden oberösterreichischen Zeichner Klemens Brosch (1894–1926) erinnert, wird auch der Blick auf junge künstlerische Positionen gerichtet, die sich mit dem Medium Zeichnung auseinandersetzen. Im Wappensaal der Landesgalerie Linz werden die Künstler/innen präsentiert, die mit dem Klemens Brosch-Preis ausgezeichnet wurden. Der Preis für zeitgenössische Zeichnung wird seit 2011 von der Energie AG in Zusammenarbeit mit dem Land Oberösterreich vergeben. Der Preis an die Klemens Brosch-Preisträgerin 2016, Judith Gattermayer, wurde im Rahmen der Eröffnung verliehen.

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Zur Ausstellung
Die Landesgalerie Linz präsentiert erstmals in einer eigenen Ausstellung die Künstler/innen, die mit dem renommierten Klemens Brosch-Preis ausgezeichnet wurden. Der Preis wird seit 2011 von der Energie AG vergeben, die einen ganz besonderen Bezug zu Klemens Brosch aufweist: Beim Kraftwerksbau von Partenstein wurde der Künstler beauftragt, den Baufortschritt und das Kraftwerk zeichnerisch zu dokumentieren. Vierzehn dieser "Industriezeichnungen" sind noch erhalten und im Besitz des Energiekonzerns. Kunst zu fördern und junge Talente zu unterstützen war auch der Anlass, einen Förderpreis für "zeichnen" ins Leben zu rufen. So wurde und wird die oberösterreichische Zeichentradition, die sich u.a. von Alfred Kubin, Klemens Brosch über Othmar Zechyr und Peter Hauenschild fortsetzt, weiter unterstützt und gefördert.

Erste Preisträgerin war 2011 Iris Christine Aue, die mit ihren komplexen Arbeiten beeindruckt. Sie erweitert das Medium der Zeichnung durch Material und Inhalt in eine räumliche, skulpturale Dimension und thematisiert dabei das Verletzliche und Vergängliche im Umgang mit Papier, Flächen, Linien und Schablonen.

Alexander Glandien beschäftigt sich mit einer Form der Verweigerung von Abbildung, indem er auf schwarzem Papier oder Kohlepapieren zeichnet. Inhaltlich thematisiert Glandien das Verhältnis von Ideologie und Identität, wenn er etwa Fotografien aus den Archiven der Staatssicherheit (Stasi) der ehemaligen DDR als Ausgangsmaterial verwendet.

Für Inga Hehn sind vor allem geometrische Formen und Linien von Bedeutung. Sie arbeitet mit einer eigenen Tusche-Technik, die auf dem Prinzip der Wiederholung basiert. Es entsteht eine „weiche Geometrie“, die sich langsam verschiebt und einen eigenen Rhythmus findet.

Linien auf Landkarten, Handflächen und der Horizont als Linie schlechthin, stehen im Mittelpunkt der Arbeit der Linzer Künstlerin Katharina Lackner. Persönliche Orte, wie die eigene Hand der Künstlerin, werden zur Karte, in der Raum und Zeit vermerkt sind und das Medium Zeichnung zur Installation erweitert.

Klara Kohler ist unter anderem für ihre Aschezeichnungen bekannt, bei denen sie sich an die altmeisterliche Technik der Freskomalerei anlehnt. War diese Technik ursprünglich nur als Vorzeichnung gedacht, erhält sie für Klara Kohler den Status einer bleibenden Zeichnung und wird auch als Bedeutungsträger wie eine Tafelmalerei behandelt.

Die feierliche Preisverleihung für die aktuelle Position 2016 findet im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung statt. Die Preisträgerin ist die Gallneukirchnerin Judith Gattermayr. Eine Auswahl ihrer eingereichten Werke wird in der Ausstellung zu sehen sein.

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