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Bauhaus - Beziehungen Oberösterreich

Landesgalerie Linz / 18. Mai. 2017 bis 27. Aug. 2017

Sonderausstellung

Eröffnung: Mittwoch, 17. Mai 2017, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 18.
bis 27. August 2017

Landesgalerie / 2. Stock

Mit großem Zuspruch wurde 1919 die Gründung des Bauhauses in Weimar als Lehrstätte für moderne Kunst international wahrgenommen. Aus politischen Gründen wurde das Bauhaus erst nach Dessau und später nach Berlin verlegt und war 1933 schließlich zur Auflösung gezwungen.

Die Ausstellung in der Landesgalerie Linz knüpft an die vom Bauhaus geförderte internationale Vernetzung an und beleuchtet, inwiefern die sogenannten Bauhäusler/innen auch mit Oberösterreich in Beziehung standen. In der oberösterreichischen Kunstszene wirkten etwa Rudolf Baschant, Hans Joachim Breustedt und Franz Oehner, die als Bauhaus-Schüler wichtige Impulse von Bauhaus-Meistern wie Paul Klee, Lyonel Feininger und Wassily Kandinsky erfuhren. Der Oberösterreicher Herbert Bayer war Leiter der Druckwerkstatt in Dessau.

Die in der Bauhaus-Rezeption zuletzt vermehrt gestellte Frage nach der Rolle der Künstlerinnen wird anhand der Fotografin Irene Hecht-Bayer und der Tänzerin Karla Grosch näher beleuchtet. Exemplarisch werden in der Ausstellung zudem aktuelle künstlerische Arbeiten gezeigt, die auf das Bauhaus verweisen und in denen verstärkt kritische Tendenzen sichtbar werden.

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In der oberösterreichischen Kunstszene wirkten beispielsweise Rudolf Baschant, Hans Joachim Breustedt und Franz Oehner, die als Bauhaus-Schüler wichtige Impulse von Bauhaus-Meistern wie Paul Klee, Lyonel Feininger und Wassily Kandinsky erfuhren. Der im Hausruck geborene und später weltweit bekannte Künstler Herbert Bayer machte selbst Karriere als Leiter der Druckwerkstatt in Dessau.

Der nüchterne, innovative Stil des Bauhauses fand Eingang in verschiedene künstlerische Sparten. Rudolf Baschant etwa, spezialisierte sich auf künstlerische Druckgrafik. Franz Oehner, der 1948 an die Höhere Technische Bundeslehranstalt Linz berufen wurde, erwarb seine Kenntnisse als Gasthörer bei der Meisterin der Bauhausweberei, Helene Börner. Herbert Bayer, der in mehreren künstlerischen Sparten tätig war, fand über die Bauhäuslerin, seine spätere Frau, Irene Bayer-Hecht zur Fotografie.

Die Ausstellung fokussiert neben einzelnen Künstlerpersönlichkeiten den Einfluss und die Rezeption des Bauhauses, die bis in die Gegenwart reicht. Nicht zuletzt durch die Gründung der Kunstschule Linz Ende der 1940er Jahre wurde die Diskussion um Lehrmethoden und stilistische Verweise zum Bauhaus neu entfacht.


Kuratorin: Inga Kleinknecht
Foto: Herbert Bayer, Marseille, Pont Transbordeurs, 1928, s/w Fotografie, OÖ Landesmuseum, Grafische Sammlung

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