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Wendezeiten - Hart an der Grenze

Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt / 14. Apr. 2018 bis 26. Okt. 2018

Sonderausstellung

Wendezeiten - Hart an der Grenze

Eröffnung: 13. April 2018
Ausstellungsdauer: 14. April bis 26. Oktober 2018
Säulenhalle

Kurator: Fritz Fellner, Hubert Roiß

Das Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt nimmt das Jahr 2018 zum Anlass, um an Ereignisse in Zusammenhang mit der Grenze Mühlviertel-Südböhmen zu erinnern.
Der rote Faden, der sich durch die sechs Ausstellungen zieht, sind die „Achterjahre“ – 1918, 1938, 1948, 1968 und 1989, in denen sich politische und gesellschaftliche Änderungen vollzogen haben, die auch die Kleinregion Mühlviertel nicht unberührt ließen. Bis zum Jahr 1989 war die Grenze – die Staatsgrenze – sowohl ein wirtschaftlicher als auch ein prägender emotionaler Faktor: Die Grenze zur Tschechoslowakei war im Gedächtnis der Mühlviertler überwiegend negativ konnotiert. Schuld daran waren einerseits die Erfahrungen nach den beiden Weltkriegen, andererseits die Propaganda im eigenen  Land. So wurde den Bewohnern des Mühlviertels immer wieder bewusst gemacht, dass die Grenze eine ungerechte, praktisch willkürliche Grenze sei, die die Sieger den Besiegten aufgezwungen haben. Diese stark auf Emotionen fußende Einstellung wurde durch die Errichtung des „Eisernen Vorhangs“ bestätigt und noch weiter verstärkt. Die fünf Ausstellungen im Mühlviertler Schlossmuseum decken zwar nur eine Zeitspanne von 70 Jahren ab, vermitteln aber jene rasante Entwicklung, die, von der Weltpolitik ausgelöst, bis in die entlegensten Winkel des Böhmerwaldes wirkte. Die einzelnen Menschen, sowohl diesseits als auch jenseits der Grenze, waren vielfach nur Zaungäste, hilflose und oft auch sprachlose Statisten.

Foto:
1962: Tschechischer Reisebus bei der Einreise nach Österreich beim Grenzübergang Wullowitz
(Foto: Zoll- und finanzgeschichtliche Sammlung Freistadt)

Veranstaltungen im April

Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt

Wendezeiten - Hart an der Grenze

Eröffnung
19:00 Uhr
Fr, 13. Apr. 2018

Wendezeiten - Hart an der Grenze

Eröffnung
: 13. April 2018
Ausstellungsdauer: 14. April bis 26. Oktober 2018
Säulenhalle

Kurator: Fritz Fellner, Hubert Roiß

Das Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt nimmt das Jahr 2018 zum Anlass, um an Ereignisse in Zusammenhang mit der Grenze Mühlviertel-Südböhmen zu erinnern.
Der rote Faden, der sich durch die sechs Ausstellungen zieht, sind die „Achterjahre“ – 1918, 1938, 1948, 1968 und 1989, in denen sich politische und gesellschaftliche Änderungen vollzogen haben, die auch die Kleinregion Mühlviertel nicht unberührt ließen. Bis zum Jahr 1989 war die Grenze – die Staatsgrenze – sowohl ein wirtschaftlicher als auch ein prägender emotionaler Faktor: Die Grenze zur Tschechoslowakei war im Gedächtnis der Mühlviertler überwiegend negativ konnotiert. Schuld daran waren einerseits die Erfahrungen nach den beiden Weltkriegen, andererseits die Propaganda im eigenen  Land. So wurde den Bewohnern des Mühlviertels immer wieder bewusst gemacht, dass die Grenze eine ungerechte, praktisch willkürliche Grenze sei, die die Sieger den Besiegten aufgezwungen haben. Diese stark auf Emotionen fußende Einstellung wurde durch die Errichtung des „Eisernen Vorhangs“ bestätigt und noch weiter verstärkt. Die fünf Ausstellungen im Mühlviertler Schlossmuseum decken zwar nur eine Zeitspanne von 70 Jahren ab, vermitteln aber jene rasante Entwicklung, die, von der Weltpolitik ausgelöst, bis in die entlegensten Winkel des Böhmerwaldes wirkte. Die einzelnen Menschen, sowohl diesseits als auch jenseits der Grenze, waren vielfach nur Zaungäste, hilflose und oft auch sprachlose Statisten.

Foto:
1962: Tschechischer Reisebus bei der Einreise nach Österreich beim Grenzübergang Wullowitz
(Foto: Zoll- und finanzgeschichtliche Sammlung Freistadt)

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