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Franz Sedlacek, Bibliothek, 1926

Moderne und zeitgenössische Kunst

Die Sammlung für moderne und zeitgenössische Kunst der Landesgalerie Linz dokumentiert die oberösterreichische Kunstentwicklung des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart, enthält aber auch wesentliche Beispiele internationaler Kunst.

Sie weist einen Schwerpunkt in den Bereichen Malerei, Skulptur, Installation und Grafik auf. In der jüngeren Sammlungsentwicklung erhält die Sammlung durch die verstärkte Konzentration auf künstlerische Fotografie national und international einen besonderen Stellenwert.

Die Sammlung für moderne und zeitgenössische Kunst wurde unter der Leitung von Direktor Gunter Dimt und Landesgalerie-Leiter Peter Assmann als eigener Bereich 1992/1993 eingerichtet und der Landesgalerie Linz zugeordnet. In Abgrenzung zur kunsthistorischen Sammlung umfasst sie Kunstwerke aus dem Entstehungszeitraum von Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart.

Zum vermehrten Ankauf künstlerischer Positionen aus Österreich bzw. mit biografischem Bezug zu Österreich trägt seit 2002 eine Förderung des Bundes bei, die Museumsankäufe in österreichischen Galerien unterstützt.

Ein wichtiger Stellenwert kommt dem Erwerb von privaten Sammlungen zu, die in ihrem Profil die Bestände der Landesgalerie Linz sinnvoll ergänzen. Etwa die Übernahme der Sammlung Günter Rombold mit ihrem hohen Anteil an qualitätsvoller internationaler Grafik sowie der Sammlung Gertrude und Rudolf Ecker im Bereich der oberösterreichischen Kunst der 50er und 60er Jahre des 20. Jahrhunderts.

Von Othmar Zechyr, einem der bedeutendsten oberösterreichischen Zeichner der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, konnte zuletzt ein umfangreicher Bestand an Blättern von Gernot Heiss, einem langjährigen Begleiter und Förderer des Künstlers, erworben werden.

Das Inventar der Sammlung zählt heute über 1.700 Gemälde, Fotoarbeiten, Skulpturen und Installationen. In die Sammlungskompetenz fallen außerdem ca. 15.000 Grafiken und Fotografien, die in der Grafischen Sammlung verwaltet werden.

Besonders in ihren historischen Beständen ist die Sammlung durch einen Schwerpunkt auf Werke von Künstler/innen geprägt, die einen Bezug zu Oberösterreich aufweisen. So zählen Arbeiten von Demeter Koko, Matthias May, Herbert Ploberger, Aloys Wach und anderen zu den wesentlichen Beständen der Sammlung aus dem Zeitraum vom frühen 20. Jahrhundert bis zur Zwischenkriegszeit. Aus dieser Phase sind außerdem die Gründungsmitglieder der 1913 ins Leben gerufenen Linzer Künstlervereinigung MAERZ in der Sammlung vertreten, darunter Klemens Brosch, Anton Lutz und Franz Sedlacek.

Aus der unmittelbaren Nachkriegszeit ragen Werke von Margret Bilger und Hans Joachim Breustedt heraus. Aus der Fülle an oberösterreichischen Künstler/innen der folgenden Jahrzehnte seien stellvertretend Fritz Aigner, Vilma Eckl und Fritz Fröhlich genannt.

Die neoexpressive Malerei der 1980er Jahre ist mit Werken, unter anderem von Siegfried Anzinger, Gunter Damisch und Herbert Scheibl, in der Sammlung repräsentiert. Darüber hinaus finden sich in der Sammlung Werke von bedeutenden Lehrenden der Linzer Kunstausbildungsstätte, die sich von der Linzer Kunstschule über die Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung bis zur heutigen Kunstuniversität entwickelt hat: von Alfons Ortner über Hellmuth Gsöllpointner bis hin zu Dietmar Brehm, Ursula Hübner und Andrea van der Straeten.

Zudem sind international renommierte Künstler/innen mit biografischem Bezug zu Oberösterreich wie VALIE EXPORT, Gerwald Rockenschaub und Peter Friedl in der Sammlung vertreten.

In den letzten Jahren wurde vermehrt daran gearbeitet, wesentliche Beispiele nationaler und internationaler Kunst in die Sammlung zu integrieren. Diese Sammlungserweiterungen standen und stehen zumeist in engem Zusammenhang mit dem zeitgenössischen Ausstellungsprogramm der Landesgalerie Linz und sorgen somit dafür, dass dieses sich auch nachhaltig in den Sammlungen widerspiegelt. So konnten in den letzten Jahren u.a. Werke von Josef Bauer, Sabine Bitter / Helmut Weber, Inge Dick, Hans-Peter Feldmann, Seiichi Furuya, Katharina Gaenssler, Maria Hahnenkamp, Edgar Honetschläger, Johanna Kandl, Judith Huemer, Ulrike Lienbacher, Lisl Ponger, Lois Renner, Peter Schlör und Nicole Six / Paul Petritsch angekauft werden.

Regelmäßig werden im Rahmen von Sammlungspräsentationen und Ausstellungsprojekten bestimmte Themenschwerpunkte der Sammlung inhaltlich und wissenschaftlich beleuchtet.

Wichtige Beiträge zu Künstlerpersönlichkeiten der Moderne und Gegenwartskunst sowohl im regionalen als auch im internationalen Kontext werden in den Ausstellungskatalogen zusammengefasst.

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