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<i>Pinus nigra</i>

Botanik

Die Botanischen Sammlungen bestehen bereits seit der Gründung des Museums. Höhere Pflanzen, Algen, Flechten, Moose und Pilze aus hauptsächlich zentraleuropäischer Verteilung bestimmen die Sammlungsbestände.

Die Ursprünge des Herbariums gehen auf die Gründungszeit des Oberösterreichischen Landesmuseums (Musealverein) 1833 zurück. Über lange Zeiträume hinweg erfolgte die Betreuung der Sammlung durch die Mitglieder des Musealvereins. Nach Übergabe des Museums in den Besitz des Landes Oberösterreich im Jahr 1920, waren Angestellte des Landes für die Sammlung als Kustod/innen zuständig. Die fachliche Betreuung erfolgte weitgehend durch freie Mitarbeiter/innen. Nach Gründung einer botanischen Arbeitsgemeinschaft am Museum im Jahr 1931 betreuten deren Mitglieder die Sammlung. Mit Dr. Franz Speta – 1970 bis 2003 – und Dipl.-Ing. Dr. Martin Pfosser – seit 2003 – sind erstmals ausgebildete Botaniker als Kustoden tätig.

Der Sammlungsumfang beträgt zur Zeit ca. 1,1 Mio. Belege. Anteilsmäßig bestehen die Bestände zu etwa 75% aus Blüten- und Farnpflanzen, 10% aus Flechten, 7% aus Moosen und 8% aus Pilzen.

Die geographische Abdeckung entspricht der Flora Mittel- und Ost-Europas. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Flora Österreichs und angrenzender Länder. Besonderes Augenmerk liegt auf systematisch verwandten Arten der im Sammelgebiet vorkommenden Sippen ohne geographische Einschränkung. Dadurch ist gewährleistet, dass die Auswertbarkeit der Sammlung nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten erfolgen kann.

Spezialsammlungen erweitern den Bestand. Dazu zählt die Flora Costa Ricas, die durch langjährige Forschungskooperationen mit der Universität Wien und dem Verein Regenwald der Österreicher entstanden ist. Hinzu kommen historische Sammlungen, wie eine Holzsammlung (Xylothek) und das Harder-Herbarium von 1599. Eine weitere Besonderheit stellt das besonders aufwendig präparierte Metlesics-Herbar dar, das zu den schönsten Pflanzensammlungen Europas gehört. Eine Samensammlung, Feuchtpräparate, Lebendsammlungen und eine DNA-Proben-Sammlung ergänzen die umfangreichen Bestände.

Die Sammlungsbestände werden ausschließlich am Biologiezentrum Linz des Oberösterreichischen Landesmuseums gelagert. Die Dokumentation der Sammlung erfolgt über Listen, Inventarbuch und die Datenbank ZOBODAT.

Zu den Forschungsprojekten zählt die taxonomisch-systematische Bearbeitung der Sammlung.
Sie wird nach biogeographischen, evolutionären, naturschutzfachlichen und ökologischen Fragestellungen ausgewertet.
Als laufendes Projekt gilt die historische und aktuelle Dokumentation und Analyse der Flora Oberösterreichs.
Spezialprojekte beinhalten biogeographische und systematische Analysen der Pflanzengruppe Asparagales ("Spargelartige") und der Gattung Hieracium ("Habichtskräuter").

Publikationen

 

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