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Pfandbriefanstalt der Allgemeinen Sparkasse und Leihanstalt in Linz (Oberösterreich), Pfandbrief über 1000 Kronen, 1. 10. 1913, Druck H. Engel & Sohn, Wien (Ausschnitt)

Numismatik

Die Abteilung stellt die "Anlaufstelle" für alle landeskundlichen numismatischen Belange dar. Ihr obliegt neben der Betreuung der Sammlungen des Museums die wissenschaftliche Erfassung des laufenden Fundmünzenanfalls sowie Beratung und Unterstützung anderer musealer Einrichtungen des Landes in numismatischer Hinsicht.

Sowohl die Münz- und Medaillensammlung als auch die sigillographische (siegelkundliche) Sammlung standen seit der Gründung des Museums im Zentrum des Interesses. Nach einer Blütezeit im 19. Jahrhundert trat die Sammlung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts etwas in den Hintergrund. Im Jahre 1943 wurde sie für das geplante Führermuseum requiriert und erst 1945 retourniert.

Seit den 1970er Jahren wird der Bestand der "Obderennsia"-Sammlung nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Mittel laufend gezielt ergänzt. Die sigillographische Sammlung wurde zum größten Teil nach dem Zweiten Weltkrieg an das OÖ. Landesarchiv abgegeben und 2013 an das Oberösterreichische Landesmuseum zurückübernommen. Die bislang letzten bedeutenden Schenkungen stellten die Münzsammlung Kastner (griechische und römische Münzen) und die Schenkung Eiselmayr (österreichischer Münzwaagen und -gewichte) dar.

Die numismatischen Bestände umfassen derzeit etwa 60.000, diejenigen der sigillographischen Sammlung ca. 8.000 Objekte. Die numismatische Sammlung enthält vor allem Münzen und Geldzeichen, Medaillen und ihre Derivate sowie Objekte zur Geld- und Finanzgeschichte. Die Generalsammlung enthält Objekte von der griechischen Antike bis zur Gegenwart, unter anderem einen umfangreichen Bestand an römischen Münzen.

Die Sammlung der "Obderennsia" umfasst alle in und für Oberösterreich hergestellte numismatische Objekte. Hierzu zählen auch alle auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Oberösterreich zu Tage getretene Fundmünzen von der keltischen Zeit bis zur Moderne.

Ein Querschnitt durch die Sammlungsbestände wird in den Dauerausstellungen des Schlossmuseums Linz gezeigt ("Münzkabinett").

Forschungsschwerpunkte sind zum einen die Fortführung des Corpuswerkes "Numismata Obderennsia", das sich die Erfassung sämtlicher numismatischer Objekte Oberösterreichs zum Ziel gesetzt hat, zum anderen die Erfassung und Publikation des Fundmünzniederschlages als einer Hauptquelle für die Geschichte des historischen Geldumlaufes. Die Erarbeitung wissenschaftlicher Bestandskataloge, auch für die anderen Museen Oberösterreichs, stellt einen weiteren Aufgabenbereich dar.

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