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Entwertete Stempelmarken aus dem Zollamt Suben, 1993.

Zoll- und Finanzgeschichte

Der Sammlungskomplex – er ist der umfangreichste seiner Art in Österreich – vereinigt Objekte zur Geschichte der Zoll- und Finanzverwaltung sowie des Steuer- und Zollwesens in Oberösterreich. Neben archivalischen Beständen sind dies beispielsweise Unterlagen zum Steuerwesen, wie Kraftfahrzeugsteuerkarten, Unterlagen zu den Verbrauchssteuern, darunter zur Spielkartensteuer (1638 – ca. 1955) etc. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Sammlung von mehreren Tausend Stempelsignetten und Stempelmarken.

Die Zoll- und Finanzgeschichtliche Sammlung gehört zu den jüngsten Bestandskomplexen des Oberösterreichischen Landesmuseums. Ab den 1950er Jahren trug der Finanzbeamte Dr. Karl Wimmer im ehemaligen Hauptzollamt und im Finanzamt Urfahr eine Sammlung von Gegenständen zur Geschichte des Zoll- und Finanzwesens zusammen, die er 1977 dem Land Oberösterreich schenkte. Erst mit Jahresende 1994 legte Karl Wimmer aus gesundheitlichen Gründen seine ehrenamtliche Tätigkeit zurück. Die fachliche Arbeit wird durch Walter Pils entsprechend fortgeführt.

Die Sammlung wuchs unter dessen Ägide stark an. Ein zweites Depot in der ehemaligen Finanzlandesdirektion für Oberösterreich in der Zollamtstraße 7 wurde errichtet und im selben Gebäude ein weiterer kleiner Ausstellungsort geschaffen.

In den Jahren 2012 bis 2014 wurden die Bestände sukzessive in das Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt gebracht und dort in einem Schaudepot gelagert, das mit Einschränkungen auch besichtigt werden kann. Parallel dazu ging die Verwaltung der Sammlung schrittweise von Walter Pils auf das Team des Mühlviertler Schlossmuseums Freistadt unter der Leitung von Kons. Fritz Fellner über.

Die Bestände umfassen derzeit ca. 7.500 Objekte zur Geschichte des Finanz- und Zollwesens in Oberösterreich. Darunter befinden sich Gegenstände des Dienstbetriebes, unter anderem Uniformen (ab der Mitte des 19. Jahrhunderts), Distinktionen (Unterscheidungszeichen uniformierter Beamter), Funktionsabzeichen und Auszeichnungen, Ausrüstungsgegenstände und Dienstwaffen, Ausweise, Fahndungsunterlagen, Stempel und Siegel.

In der Sammlung sind auch Waagen und andere Messbehelfe, als auch Rechen- und Schreibmaschinen und Einrichtungsgegenstände eines Dienstzimmers enthalten.

Schnittstellen zu anderen Sammlungen bestehen zu Beständen an Druckwerken (Bibliothek), in geringem Ausmaß auch zur Sammlung Militaria.

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