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Kubin-Haus Zwickledt

Der Freisitz Zwickledt befindet sich hoch über dem Inn in der Gemeinde Wernstein. Es ist ein kompakter schlossähnlicher Baukörper, dem an der Rückseite ein Wirtschaftstrakt angeschlossen ist. Umgeben ist er von einem kleinen Park mit altem Baumbestand und einem kleinen Teich.

Das Kubin-Haus Zwickledt ist sowohl ein sehr erfolgreiches Modell kultureller Kommunikation, als auch ein regional verankertes und international orientiertes Netzwerk. Außerdem bietet es ein beispielhaftes Angebot grenzüberschreitender Kulturlandschaft. Demzufolge hat es sich als wesentlicher Brennpunkt von Kultureinrichtungen in Oberösterreich und Passau etabliert.

Inhaltlich ist das Kubin-Haus Zwickledt der Landesgalerie Linz, der wissenschaftlichen Fachinstitution für Kunst des 20. Jahrhunderts, zugeordnet. Seit dem Jahr 2000 stellt die Landesgalerie Linz in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wernstein, dem Kunstverein Passau und dem Kulturverein Landstrich ein jährliches Ausstellungsprogramm zusammen. Mittels ca. sechs Ausstellungen jährlich wird an diesem speziellen Ort versucht, dem Phänomen der Zeichnung und der Faszination Alfred Kubins nachzuspüren. Jeder Partner konzipiert und organisiert dazu pro Jahr ein bis zwei Ausstellungen.

Die Nachlassbibliothek Alfred Kubins wird von der Bibliothek des Oberösterreichischen Landesmuseums betreut.

Viele Jahre lebte in diesem Haus eine der faszinierendsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts: Alfred Kubin.

1877 in Leitmeritz in Böhmen geboren, aufgewachsen in Salzburg und Zell am See, konnte er sich bereits nach 1900 sehr erfolgreich in der Münchner Kunstszene etablieren.

1906 erwarb Alfred Kubin den Freisitz Zwickledt und übersiedelte anschließend von München nach Zwickledt, wo er bis 1959 (Sterbejahr Kubins) wohnhaft blieb.

In Zwickledt entstand der größte Teil seines bildkünstlerischen Werks. Auch schrieb Kubin an diesem besonderen Ort seinen berühmten und einzigen Roman „Die andere Seite“ - eine der wichtigsten deutschsprachigen Arbeiten zur phantastischen Literatur.

Nach Kubins Tod übernahm das Land Oberösterreich, das gemeinsam mit der Grafischen Sammlung Albertina auch den künstlerischen Nachlass erhielt, Zwickledt und führt es seither als Gedächtnisort.

Das Museum, als die „andere Seite“ des Wohnhauses von Kubin, wurde in den letzten Jahren zu einem sehr lebendigen Ort.

Für die Besucher/innen entsteht der Eindruck, als ob Kubin soeben das Haus für seinen täglichen Spaziergang verlassen habe und jederzeit zurückkommen könne.

2000 erfolgte die behutsame Umgestaltung des Wirtschaftstrakts in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt. Errichtet wurde ein spezieller Kubin-Gedächtnisraum im Erdgeschoß, der wesentliche Beispiele seiner Zeichenkunst präsentiert. Das Obergeschoß hingegen verfügt über einen multifunktionalen Veranstaltungsraum.

Die Besichtigung des Hauses ist nur mit Führung möglich!

Führungen

  • Di, Mi und Do 10.30 und 14.30 Uhr
  • Fr 10.30 und 17.30 Uhr
  • Sa, So, Feiertag 14.30 und 16.00 Uhr

 

Führungen außerhalb der Öffnungszeiten können für eine Gruppe (ab 10 Personen) separat mit Voranmeldung gebucht werden. Hier belaufen sich die Kosten auf Euro 5,00 pro Person.

Zusätzlich werden Traumwerkstätten (Programme, die sich in besonderer Weise um Kinder und Jugendliche bemühen) angeboten!

Eintrittspreise

Erwachsene: Euro 3,50
Ermäßigte und Gruppe ab 10 Personen: Euro 2,00
Kinder: Euro 1,00
Familienkarte: Euro 5,00
Saisonkarte: Euro 10,00
Führungskarte/Person: Euro 1,50

Familiensonntag: Jeder 1. Sonntag im Monat ist Familiensonntag. Das bedeutet freier Eintritt mit der OÖ Familienkarte in das Oberösterreiche Landesmuseum.

Senioren am Donnerstag: Am 1. Donnerstag im Monat haben Senioren gratis Eintritt.

 

Workshops

Zur Dauerpräsentation von Alfred Kubin wird ein spannendes Workshopprogramm für Groß und Klein angeboten. Dieses eignet sich für private Gruppen, Schulklassen, Hortgruppen und KunstliebhaberInnen ab 5 Jahren.

Termine nach Voranmeldung.


Workshoptarife
Kinder: Euro 5,00
Erwachsene: Euro 8,00
Familien (ab 2 Personen): Euro 13,00
2 Personen: Euro 9,00

 

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Kubinhaus - Vermittlungskonzept

Was ist los... im Kubin-Haus Zwickledt

Kubin-Haus Zwickledt

Gabriele Kutschera. Eisenskulpturen

Eröffnung
19:00 Uhr
Fr, 5. Jul 2019

Gabriele Kutschera. Eisenskulpturen

Eröffnung: Freitag, 5. Juli 2019, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 6. Juli bis 28. Juli 2019
(veranstaltet von der Landesgalerie Linz)

Die österreichische Künstlerin Gabriele Kutschera (geb. 1950 in Wien) widmet sich vor allem dem Medium Eisen. Durch ihre intensive Auseinandersetzung mit der Formfindung und dem Material gelangt sie zu raumgreifenden skulpturalen Ergebnissen, die dem Material eine unerwartete Leichtigkeit abgewinnen. Daneben entsteht ein spannendes zeichnerisches Werk. Aus beiden Werkgruppen werden im Kubinhaus Beispiele zu sehen sein.

Gabriele Kutschera lebt und arbeitet in Wien und in Bad Wimsbach-Neydharting, OÖ.

Kubin-Haus Zwickledt

Meine Arche. Kubins Lebenswelt in Zwickledt

Eröffnung
19:00 Uhr
Fr, 30. Aug 2019

Meine Arche. Kubins Lebenswelt in Zwickledt

Eröffnung: Freitag, 30. August 2019, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 31. August bis 22. September 2019
(veranstaltet von der Landesgalerie Linz)

Im Oktober 1906 übersiedelt Alfred Kubin mit seiner Frau Hedwig von München nach Zwickledt, einem kleinen Schlösschen nahe Wernstein am Inn, das sie bis zu ihren Tod bewohnen. Über Jahrzehnte entstehen hier seine Werke, die ihn zu einem der wichtigsten Künstler Österreichs machen. In Zwickledt, seiner „Arche“, fühlt er sich heimisch. In gewohnter Alltagsroutine zeichnet er, schreibt Briefe und erkundet die nähere Umgebung in langen Spaziergängen. Kubins Interesse für das Leben seiner Mitmenschen, für „dieses kleine ländliche Welttheater“ (Alfred Kubin), ist groß. Er ist ein genauer Beobachter. Vieles, was er sieht, fließt in Skizzen ein und wird später in ausgearbeiteten Tuschezeichnungen verwendet. Manches bleibt einem kleinen, eingeweihten Kreis vorbehalten. Es sind Skizzen, in welchen er das Alltagsleben humorvoll in kurzen, prägnanten Strichen erfasst, sich manchmal der Karikatur annähert. Kubin zeichnet Bildergeschichten, die an Wilhelm Busch erinnern, und ganz ähnlich sind es die Missgeschicke, Eigenheiten und Eigenschaften der Menschen, die die BetrachterInnen zum Schmunzeln bringen.

Auf Grund der wirtschaftlichen Verhältnisse sind zum (Über)Leben in Zwickledt ein Gemüsegarten und Nutztiere notwendig. Zu letzteren gesellen sich zahlreiche Kater, eine Krähe, ein Reh und sogar zwei Affen, die für Tumult in Kubins Haushalt sorgen. Diese verewigt er nicht nur bildlich, sondern er beschreibt auch sich und sein Verhältnis zur Tierwelt, das zwischen Liebe und Überforderung changiert, in Kurzgeschichten.

Ein besonderer Glücksfall ist die Schenkung von Elisabeth Bruckmüller, einer Nichte Kubins. Durch sie gelangten zahlreiche Blätter mit Widmungen des Onkels in den Besitz des Oö. Landesmuseums. Zumeist haben diese Arbeiten inhaltlich einen familiären Bezug. Ergänzt wird die Auswahl mit Bleistiftzeichnungen von Familienmitgliedern sowie einem der seltenen Selbstporträts Alfred Kubins.

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