toplink
IMG_1718.JPG

Kubin-Haus Zwickledt

Der Freisitz Zwickledt befindet sich hoch über dem Inn in der Gemeinde Wernstein. Es ist ein kompakter schlossähnlicher Baukörper, dem an der Rückseite ein Wirtschaftstrakt angeschlossen ist. Umgeben ist er von einem kleinen Park mit altem Baumbestand und einem kleinen Teich.

Das Kubin-Haus Zwickledt ist sowohl ein sehr erfolgreiches Modell kultureller Kommunikation, als auch ein regional verankertes und international orientiertes Netzwerk. Außerdem bietet es ein beispielhaftes Angebot grenzüberschreitender Kulturlandschaft. Demzufolge hat es sich als wesentlicher Brennpunkt von Kultureinrichtungen in Oberösterreich und Passau etabliert.

Inhaltlich ist das Kubin-Haus Zwickledt der Landesgalerie Linz, der wissenschaftlichen Fachinstitution für Kunst des 20. Jahrhunderts, zugeordnet. Seit dem Jahr 2000 stellt die Landesgalerie Linz in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wernstein, dem Kunstverein Passau und dem Kulturverein Landstrich ein jährliches Ausstellungsprogramm zusammen. Mittels ca. sechs Ausstellungen jährlich wird an diesem speziellen Ort versucht, dem Phänomen der Zeichnung und der Faszination Alfred Kubins nachzuspüren. Jeder Partner konzipiert und organisiert dazu pro Jahr ein bis zwei Ausstellungen.

Die Nachlassbibliothek Alfred Kubins wird von der Bibliothek des Oberösterreichischen Landesmuseums betreut.

Viele Jahre lebte in diesem Haus eine der faszinierendsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts: Alfred Kubin.

1877 in Leitmeritz in Böhmen geboren, aufgewachsen in Salzburg und Zell am See, konnte er sich bereits nach 1900 sehr erfolgreich in der Münchner Kunstszene etablieren.

1906 erwarb Alfred Kubin den Freisitz Zwickledt und übersiedelte anschließend von München nach Zwickledt, wo er bis 1959 (Sterbejahr Kubins) wohnhaft blieb.

In Zwickledt entstand der größte Teil seines bildkünstlerischen Werks. Auch schrieb Kubin an diesem besonderen Ort seinen berühmten und einzigen Roman „Die andere Seite“ - eine der wichtigsten deutschsprachigen Arbeiten zur phantastischen Literatur.

Nach Kubins Tod übernahm das Land Oberösterreich, das gemeinsam mit der Grafischen Sammlung Albertina auch den künstlerischen Nachlass erhielt, Zwickledt und führt es seither als Gedächtnisort.

Das Museum, als die „andere Seite“ des Wohnhauses von Kubin, wurde in den letzten Jahren zu einem sehr lebendigen Ort.

Für die Besucher/innen entsteht der Eindruck, als ob Kubin soeben das Haus für seinen täglichen Spaziergang verlassen habe und jederzeit zurückkommen könne.

2000 erfolgte die behutsame Umgestaltung des Wirtschaftstrakts in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt. Errichtet wurde ein spezieller Kubin-Gedächtnisraum im Erdgeschoß, der wesentliche Beispiele seiner Zeichenkunst präsentiert. Das Obergeschoß hingegen verfügt über einen multifunktionalen Veranstaltungsraum.

Die Besichtigung des Hauses ist nur mit Führung möglich!

Führungen

  • Di, Mi und Do 10.30 und 14.30 Uhr
  • Fr 10.30 und 17.30 Uhr
  • Sa, So, Feiertag 14.30 und 16.00 Uhr

 

Führungen außerhalb der Öffnungszeiten können für eine Gruppe (ab 10 Personen) separat mit Voranmeldung gebucht werden. Hier belaufen sich die Kosten auf Euro 5,00 pro Person.

Zusätzlich werden Traumwerkstätten (Programme, die sich in besonderer Weise um Kinder und Jugendliche bemühen) angeboten!

Eintrittspreise

Erwachsene: Euro 3,50
Ermäßigte und Gruppe ab 10 Personen: Euro 2,00
Kinder: Euro 1,00
Familienkarte: Euro 5,00
Saisonkarte: Euro 10,00
Führungskarte/Person: Euro 1,50

Familiensonntag: Jeder 1. Sonntag im Monat ist Familiensonntag. Das bedeutet freier Eintritt mit der OÖ Familienkarte in das Oberösterreiche Landesmuseum.

Senioren am Donnerstag: Am 1. Donnerstag im Monat haben Senioren gratis Eintritt.

 

Workshops

Zur Dauerpräsentation von Alfred Kubin wird ein spannendes Workshopprogramm für Groß und Klein angeboten. Dieses eignet sich für private Gruppen, Schulklassen, Hortgruppen und KunstliebhaberInnen ab 5 Jahren.

Termine nach Voranmeldung.


Workshoptarife
Kinder: Euro 5,00
Erwachsene: Euro 8,00
Familien (ab 2 Personen): Euro 13,00
2 Personen: Euro 9,00

 

Download

Kubinhaus - Vermittlungskonzept

Was ist los... im Kubin-Haus Zwickledt

Kubin-Haus Zwickledt

Hans Joachim Breustedt. Ein Leben in Bildern

Eröffnung
19:00 Uhr
Fr, 2. Jun 2017

Hans Joachim Breustedt - Ein Leben in Bildern
Ausstellungsdauer: 2. bis 25. Juni 2017

Eröffnung: 2. Juni 2017, 19.00 Uhr
(veranstaltet von der Landesgalerie Linz)

Begrüßung:
Mag. Gabriele Spindler, Leitung Landesgalerie Linz

Zur Ausstellung spricht:
Helga Hofer, Kuratorin der Ausstellung

Das Buffet wird von den Ortsbäuerinnen der Gemeinde Wernstein gestaltet.

In den Bildern des Malers Hans Joachim Breustedt ist sein Lebensweg fast lückenlos dokumentiert. Die Ausstellung im Kubin-Haus zeigt eine Auswahl dieser autobiografischen Hinweise. Der größte Teil der präsentierten Werke macht uns mit den Stationen seines Lebens bekannt: Weimar, wo Breustedt studierte und sieben Jahre mit seiner ersten Frau und der gemeinsamen Tochter lebte, das Tessin, in dem sie sich oft lange aufhielten, die Kriegsschauplätze im Osten und schließlich Vevey, wo er 1984 starb. Einen wichtigen Platz im Leben und im Werk des Künstlers nimmt das Vöcklabruck der Nachkriegszeit ein. Wahrscheinlich wurde der Traunstein von kaum einem Maler so oft porträtiert wie von Hans Joachim Breustedt.

Bilder mit Titeln wie „Kämpfende Männer“ weisen auf das Trauma des Krieges hin, dem der Künstler als Soldat ausgesetzt war. Die Flötenspieler in Breustedts Werk repräsentieren die zärtliche Erinnerung an das Leben mit seiner ersten Frau, die Flöte spielte, und 1942 in Treblinka ermordet wurde.

Foto:
Hans Joachim Breustedt, Zürich-See, 1938, Öl auf Leinen, 34 x 47 cm,
© Jil Silberstein

Kubin-Haus Zwickledt

KUBINFEST

Führung, Jugendliche / Erwachsene, Sonstige, Workshop
08:30 Uhr
Fr, 30. Jun 2017

KUBINFEST 2017 - Freier Eintritt!

PROGRAMM-FOLDER

Kubin-Haus Zwickledt

Andrea Pesendorfer - VIRILE

Eröffnung
17:15 Uhr
Fr, 30. Jun 2017

Andrea Pesendorfer - VIRILE

Eröffnung: 30. Juni 2017, 17.15 Uhr
Ausstellungsdauer: 30. Juni bis 23. Juli 2017

(veranstaltet von der Landesgalerie Linz)

Andrea Pesendorfer zeigt im Kubin-Haus Zwickledt aktuelle Arbeiten, in denen sie Persönliches mit Konzeptuellem verbindet.

Ihre Werke zeichnen sich vor allem durch eine konzeptuelle Herangehensweise aus, in der Transformationen bestimmend sind, die verschiedene Wahrnehmungsprozesse berühren. Im Vordergrund steht das Changieren zwischen Gegensätzen, die Irritationen und Spannungsmomente erzeugen. Dazu gehört etwa die Diskrepanz zwischen Zerstören und Gestalten, wenn aus Stoffen Fäden entfernt und durch Zitate ersetzt werden. Die Zitate stammen aus inhaltlich kontroversen literarischen Texten, die auch genderspezifische Themen berühren. Worte wie „virile“, die das Maskuline und Kraftvolle umschreiben, stehen wiederum dem weiblich konnotierten Stofflichen gegenüber.

Für ihre „Fädenzieh-Bilder“ verwendet Pesendorfer zudem Changeant Stoffe, die aus unterschiedlich farbigen Fäden bestehen. Mit dem Rausnehmen eines Fadens wird die Farbe eines andere bloßgelegt. Das Ziehen der Fäden versteht sie als einen Prozess, der mit dem Schreiben oder Zeichnen vergleichbar ist. Mit dieser Form von Schrift wird auf den Stoff gemalt, gestickt, gezeichnet, appliziert und gesprüht. Die Künstlerin erreicht somit auch einen Übergang zwischen den verschiedenen Medien Textil und Grafik.

Andrea Pesendorfer lebt und arbeitet in Wien und Linz. 

Bild:
Andrea Pesendorfer, Diptychon weißschwarz, subtraktive Malerei, Malen durch Fäden ziehen, Changeant Fäden gezogen, Ausstellungsansicht Künstlerhaus Dortmund, 2016, 180 x 250cm,
Foto: Jens Sundheim

Anfahrt

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weiterlesen …