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1854
Der Oberösterreichische Kunstverein gründet eine „Landesbildersammlung“ auf Anregung seines Vizepräsidenten Adalbert Stifter.

1855
Mit dem Gemälde „Schiffbruch an der Insel Capraja im Ligurischen Meere“ von Hermann Mevius erfolgt der erste Sammlungserwerb für die Landesgalerie.

1861
Die Landesgalerie erhält auf persönliches Betreiben von Adalbert Stifter insgesamt acht Leihgaben aus der „Kaiserlichen Gemäldegalerie im Belvedere“ in Wien. 1874 werden fünf der acht Leihgaben als Geschenk von Kaiser Franz Joseph tatsächlich in den Sammlungsbestand der Landesgalerie übergehen. Dazu gehören Bilder von Franz Steinfeld, Otto Stotz, Domenico Scattola, Karl August Aerttinger sowie von Thomas Ender.

1866
Am 9. Oktober erfolgt die Übergabe der Landesgalerie in das Eigentum des Landes Oberösterreich. Der bisherige Sammlungsbestand erhält im Landhaus seine ersten Ausstellungsräume.

1895 - 1929
Im Zuge der Eröffnung des neuen Museums „Francisco-Carolinum“ erhält auch die Landesgalerie neue Ausstellungsräumlichkeiten im 2. Stock. Gleichzeitig gelangt das Verhältnis des Kunstvereins zur Landesgalerie zu einer endgültigen Lösung. Gegen eine Ablöse in Form einer unwiderruflichen Jahreszahlung tritt der Verein vollkommen von allen seinen auf die Landesgalerie Bezug habenden Rechten zurück.

Mit diesem Zeitpunkt war die Landesgalerie knapp vierzig Jahre nach ihrer Gründung erstmals sowohl räumlich als auch organisatorisch in die Struktur eines Museums eingebunden. Gleichzeitig waren die Eigentumsverhältnisse uneingeschränkt an das Land Oberösterreich übergegangen. Obwohl die Bezeichnung "Landesgalerie" auch weiterhin bestehen sollte, veränderte der Begriff durch den konkreten musealen Kontext im Francisco-Carolinum allmählich seine ursprüngliche Bedeutung.

Hatte die Landesgalerie seit den ersten Initiativen Adalbert Stifters bislang eine klar umrissene und über Jahre hinweg kontinuierlich gewachsene Bildersammlung bezeichnet, so verschmolz sie zunehmend mit dem Inventar und der Identität des Museums.

Als 1929 "im Auftrag der Landesregierung von der Direktion des Landesmuseums" ein neuer "Katalog der Oberösterreichischen Landesgalerie in Linz a.d.Donau" herausgegeben wurde, stand der Begriff schließlich für das Gesamtinventar an Gemälden des Museums. Die Landesgalerie umfasste die Gruppen "Alte Meister", "Wiener Schule (19. Jahrhundert)", "Oberösterreichische Maler (vom Barock bis zur Gegenwart)" sowie "Deutsche Maler des 19. Jahrhunderts (Münchner und Düsseldorfer Schule)".

1985
Wilfried Seipel wird Direktor des Museums.

Er reaktiviert die Landesgalerie als Institution zur Förderung der Gegenwartskunst und erwirkt, dass der 2. Stock wieder für Ausstellungstätigkeiten der Landesgalerie genutzt wird.

1992/93
Unter Direktor Gunter Dimt wird die Landesgalerie aus dem Direktionsbereich des Oberösterreichischen Landesmuseums ausgegliedert und als eigenständige Abteilung weitergeführt.

1997
Die Landesgalerie präsentiert sich im gesamten Museumsgebäude Museumstraße 14 als museale Institution, die mit einer permanenten Sammlungspräsentation, temporären Ausstellungsprojekten und zahlreichen Veranstaltungen einen Fixpunkt im zeitgenössischen Kulturleben der Stadt Linz darstellt.

2000
Peter Assmann wird neuer Direktor des Oberösterreichischen Landesmuseums, Martin Hochleitner Leiter der Landesgalerie.

2005
Unter dem Titel "LG 05" feiert die Landesgalerie Linz ihr 150-jähriges Jubiläum und bezieht sich dabei auf den ersten Werkankauf 1855.

2012
Gabriele Spindler übernimmt die Leitung der Landesgalerie Linz.

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