Des Kaisers Kulturhauptstadt - Linz um 1600Sonderausstellung
- Mi, 16.05.2012 - So, 26.08.2012
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Südtrakt Festsaal - Schlossmuseum
Schlossberg 1
4010 Linz
Tel: 0732-774419
Eine Kooperation der Oberösterreichischen Landesmuseen mit dem Szepmüveszeti-Museums Budapest.
Erstmals wird in dieser Ausstellung, die von 16. Mai bis 26. August 2012 im Schlossmuseum in Linz gezeigt wird, an die nahezu vergessene Rolle von Linz als habsburgische Residenz erinnert, in der die ehemalige Königin Katharina von Polen ihre letzten Lebensjahre verbrachte. Der spätere Kaiser Mathias versammelte hier bedeutende Künstler aus den Niederlanden, darunter Lucas van Valckenborch, dem wir die erste getreue Ansicht der Stadt verdanken. Der geheimnisumwitterte Kaiser Rudolf II., der größte Mäzen seiner Zeit, ließ um 1600 das Schloss prachtvoll erneuern und ausstatten, um sich einst hierher zurück zu ziehen. Die Auseinandersetzungen des Bruderzwists zwischen Rudolf und Matthias machten zwar den Traum des Kaisers von einem glücklichen Lebensabend zunichte, doch hat sich im Land ob der Enns mehr an Schätzen erhalten als zu vermuten war. Neben dem „Linzer Hof“, dem adeligen Leben, dem Bild der Stadt und der Stadt als Handelsplatz, führen grundlegende Themen – abgebildet durch Meisterwerke aus dem Szepmüveszeti-Museum Budapest – wie „Die menschliche Figur“, „Das Erwachen des Individuums“ oder „Die Entdeckung des Naturraumes“ in die Geisteswelt der Zeit ein. In kaum einer Periode der Kunst war die Frage nach dem Wesen und der Berechtigung von Bildern so umstritten wie in den Jahrzehnten nach der Reformation. Lehnten viele Reformatoren Malerei in Kirchen als Götzendienst ab, so betonten deren Gegner die Bedeutung der Kunst als Hilfe für Andacht und Verkündigung. So kontrovers wie die Fragestellung sind auch die Lösungsansätze verschiedener Künstler, die in diesem Spannungsverhältnis mit einem Mal ihre Existenz bedroht sahen. Schauplatz dieser künstlerischen Experimente waren die prächtigen Höfe der Spätrenaissance wie München oder Prag und deren kunstliebende Fürsten. Berühmte Künstler wie El Greco, Jacopo Tintoretto, Hans von Aachen oder Jan Breughel stehen im Mittelpunkt dieser Präsentation.
Besondere Vermittlungsangebote:
„Bei der Restaurierung der Rudolfskrone wird eine Inschrift mit einem mysteriösen Hinweis entdeckt, welcher unter dem Innenfutter verborgen zum Vorschein kommt. Der Text ist in einer unbekannten Schrift und Sprache verfasst, und kann daher nicht entschlüsselt werden. Vermutet wird, dass es sich hierbei um eine Art Talisman oder ‚magischen’ Schutzspruch handelt…“
Lieben Sie Überraschungen? Wissen Sie was ein QR-Code ist? Haben Sie ein Smartphone? Dann sind Sie bei uns richtig! Bringen Sie Ihr Smartphone mit oder leihen Sie sich eine entsprechendes Gerät aus und erleben Sie eine ganz besondere Ausstellung.
Für die Ausstellung bieten wir zwei Möglichkeiten: Die klassische Führung jeden Sonntag um 14.00 Uhr oder der Besuch der Ausstellung alleine mit einem Smartphone. Während der Ausstellung steht im Schlossmuseum immer Dienstag bis Freitag jeweils von 09.00 bis 12.00 Uhr und jeden Sonntag zwischen 14.00 und 16.00 Uhr zusätzlich ein/e VermittlerIn für eine Kulturauskunft zur Verfügung.
Zum Spiel "Das Geheimnis der Krone"
Als besonderes Angebot für alle jungen und jung gebliebenen Besucher/innen gibt es in der Ausstellung die Möglichkeit, in Form eines Rollenspiels in die Welt um 1600 einzutreten. Die Zuteilung der Rollen auf der Bühne des Lebens übernimmt dabei die Hand des Schicksals in Form eines Glücksrades. Welche Rolle weist das Schicksal einem zu? Vom Kaiser über Adelige, Bürger und Bauern bis zum Bettler stehen für jede Rolle nach authentischen Vorlagen geschneiderte Kostüme und passende Requisiten zur Verfügung. Am Ende des Spiels gibt’s es die Audienz am kaiserlichen Hof. Das Rollenspiel kann unabhängig von einer Führung von allen Besuchern genutzt werden.



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