PresseinformationenAktuelle Ausstellungen
Sammlung Landesgalerie: Selected by Rudi Stanzel
Landesgalerie Linz / 16. Februar 2012 bis 9. April 2012
Für die aktuelle Reihe „Selected by“ erfolgt die Einladung an den Künstler Rudi Stanzel, parallel zu seiner eigenen Ausstellung auch eine Präsentation aus dem Sammlungsbestand der Landesgalerie zu konzipieren. Unter dem Titel „Liquid“ traf er dabei eine Werkauswahl, die das Thema des „Fließens“ auf unterschiedlichste Art und Weise vorstellt.
Surface Content Karl Prantl / Rudi Stanzel
Landesgalerie Linz / 16. Februar 2012 bis 9. April 2012
Die Ausstellung schafft eine spezielle Begegnung zwischen dem bildhauerischen Werk von Karl Prantl und einer weit gefassten malerischen Konzeption von Rudi Stanzel. Nach dem Tod von Karl Prantl im Oktober 2010 knüpft das Projekt an einer noch zu Lebzeiten entwickelten Dialogsituation zwischen beiden Künstlern an und verschränkt in einer von Stanzel konzipierten Installation Werke, die unterschiedliche Medien, differenzierte künstlerische Haltungen sowie zwei Generationen der jüngeren österreichischen Kunstgeschichte repräsentieren.
Kinderkimonos: Sammlung Kazuko Nakano
Schlossmuseum Linz / 6. Dezember 2011 bis 9. April 2012
Der Kimono gilt innerhalb und außerhalb Japans als Symbol japanischer Tradition. Über Jahrhunderte blieb der Kimonoschnitt unverändert, nur die Gestaltung der Stoffoberfläche variiert. Aus japanischer Sicht stellt jeder Kimono ein Kunstwerk dar.
Zu einer Zeit, als das Leben eines Kindes manchmal kurz war, übertrugen Familien und vor allem Mütter alle Liebe und Sorgfalt für ihre Kinder auf die Kleidung. Die auf Kimonos gemalten, gestickten oder gefärbten Muster sind reich an Bedeutungen: Sie stehen für den Wunsch nach Gesundheit, für Gebete um Stärke, Anmut, Intelligenz, Wohlstand oder Schönheit.
Wie auch in der Vergangenheit kleiden Eltern ihre Kinder heutzutage zu festlichen Gelegenheiten, wie etwa beim ersten Besuch des Säuglings im Schrein, in zeremonielle Kimonos aus Seide. Aus dem alltäglichen Leben ist der Kimono als Kleidung für Kinder heutzutage jedoch fast völlig verschwunden. Das macht erhalten gebliebene Kinderkimonos umso kostbarer.
Die Sonderausstellung zeigt rund 130 Objekte aus der japanischen Privatsammlung Kazuko Nakano: Kinderkimonos aus der Edo-Zeit (1603 – 1867) bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts, Accessoires, wie Taschen, Gürtel und Regenschirme, sowie Illustrationen, die Kinder in Kimonos zeigen.
Beten mit Wort und Bild
Schlossmuseum Linz / Dezember 2011 bis Mai 2012
Selten gezeigte Gebetbücher sowie religiöse Darstellungen werden in der derzeitigen Studioausstellung im Raum Bibliothek/Graphische Sammlung im Schlossmuseum präsentiert. Holzschnitte von Albrecht Dürer, Lucas Cranach d. Ä. sowie Hans Baldung Grien sind ebenso zu sehen wie rare, gedruckte Gebetbücher aus Oberösterreich.
Besonders hervorzuheben sind die handschriftlich ausgeführten Gebetbücher, die sich durch kunstvolle Schriften, Initialen und Miniaturen auszeichnen. Sie lassen Liebe zum Detail und einen tiefen religiösen Hintergrund erkennen, deren Wirkung bis heute ungebrochen spürbar ist.
Verschütteter Raum - Ein Erinnerungsort im Museum
Schlossmuseum Linz / ab 4. November 2011
Ein Raum im Westtrakt des Linzer Schlosses, ein Relikt des 1800 durch den Brand zerstörten Südflügels, blieb bis zu seiner archäologischen Freilegung im Zuge der Bauarbeiten des neuen Südtrakts „verschüttet“. Nun wird im Verschütteten Raum dem Erinnern Raum gegeben: Im Mittelpunkt steht die Geschichte von Jüdinnen und Juden sowie von Sinti und Roma, deren Existenz und kulturelle Beiträge in dieser Gesellschaft durch den Bruch des Nationalsozialismus vielfach zerstört und ausgelöscht wurden. Die Ausstellung thematisiert diesen Bruch, fragt nach dem Alltag davor und dem Umgang mit der Erinnerung und dem Weiterleben danach.
Der „Verschüttete Raum“ wurde mit großzügiger Unterstützung des Vereins der Förderer der Oberösterreichischen Landesmuseen freigelegt und ausgestattet.
Aliens - Pflanzen und Tiere auf Wanderschaft
Biologiezentrum Linz / 21. Oktober 2011 bis 18. März 2012
Jeder Kontinent, aber auch isolierte Inseln, Seen oder Gebirge, zeichnen sich durch charakteristische, oft nur dort vorkommende Lebewesen aus. Die eigenständige Artenzusammensetzung verschiedener Gebiete war von jeher durch geografische, klimatische und ökologische Barrieren gekennzeichnet. Durch den weltumspannenden Gütertransport sind diese natürlichen Ausbreitungsbarrieren durchlässig geworden. Zahlreiche Tier-, Pilz- und Pflanzenarten wurden und werden vom Menschen – absichtlich oder unabsichtlich – in andere Gegenden transportiert, die sie aus eigener Kraft nicht erreichen können. Einige dieser Arten, die sogenannten Neobiota, haben ihre Chance genutzt und sich in ihrem neuen Areal etabliert und ausgebreitet. Die Ausstellung im Biologiezentrum zeigt die Ursachen und Auswirkungen dieses weitreichenden Prozesses auf Menschen, Pflanzen und Tiere.
Zahlreiche lebende Tiere ergänzen die informative Schau, die in Partnerschaft mit dem Niederösterreichischen Landesmuseum erarbeitet worden ist.
Das Sonnentor - Bolivien und seine Schätze
Schlossmuseum Linz / 17. Oktober 2011 bis 18. März 2012
Um das berühmte Sonnentor von Tiwanaku ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden, namhafte Forscher beschäftigten sich mit diesem wichtigen archäologischen Monument, das sich unweit des Titikakasees in der ehemaligen Andenmetropole Tiwanaku befindet. In Bolivien kennt heute jedes Kind die Motive und Symbole, die auf dem Fries des Tores dargestellt sind. Die traditionellen Muster und Symbole finden sich bis heute nicht nur in der Volkskunst oder auf Alltagstextilien, sondern auch schon auf Gemälden der Barockzeit. Die Ausstellung im Schlossmuseum Linz eröffnet Einblicke in das traditionelle Weltbild der Andenbevölkerung und verfolgt diese Spuren bis in die Gegenwart.
Das 20. Jahrhundert in Oberösterreich: Kulturgeschichte und Kunst
Schlossmuseum Linz / ab 2. Juli 2011
In konsequenter Verschränkung von Kunst- und Kulturgeschichte wird hier ein langfristig konzipierter Gang durch das 20. Jahrhundert in historischer, politischer und vor allem kunst- und kulturgeschichtlicher Hinsicht vorgestellt. Wesentliche historische Ereignisse wie die beiden Weltkriege werden in ihren konkreten Auswirkungen auf das Kunstleben und die Alltagskultur präsentiert. Zentrale Themen wie etwa der Umgang mit den Begriffen „Heimat“, „menschlicher Körper“, „Rolle der Frau“, „Künstlervereinigungen“ oder „Migrationsbewegungen“ werden sowohl in einzelnen, thematischen Objektgruppen, wie auch in Form von anregenden Zeitstreifen aufbereitet. So entsteht ein dichtes Informationsnetz zu den wesentlichen Schwerpunktperspektiven einer auf Oberösterreich bezogenen Kunst- und Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts – nicht als „best of“ – Schau, sondern als umfassender Einblick in ein Jahrhundert voller tiefgreifender Veränderungen.


