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Sammelband über verschiedene Aufzüge, entstanden zwischen 1565 und 1658; mit Sepiazeichnungen, Aquarellen und Gouachen von Jonas Arnold, Hofmaler des Grafen Starhemberg in Linz

Sammlung der Bibliothek

Die Bibliothek des Oberösterreichischen Landesmuseums ist eine spezialisierte Fachbibliothek, die seit ihrer Gründung 1835 jene Literatur sammelt und erschließt, die der wissenschaftlichen Arbeit im Hause und der Ausstellungstätigkeit dient. Sie bewahrt neben ihrer Serviceorientierung auch Sondersammlungen, die durch gezielte Sammlung und durch wertvolle Schenkungen und Legate zustande gekommen sind. Deren Leitobjekte sind begehrtes Ausstellungsgut, die Sammlungen selbst tragen zur Profilierung der Bibliothek bei.

Bei Gründung des Museumsvereines 1833 war es bereits Ziel „eine Sammlung aller Werke anzulegen, welche die vaterländische Geschichte unmittelbar behandeln oder mittelbar beleuchten und ergänzen". Schon 1834 fiel die Entscheidung, die beim Stadtbrand von 1800 übrig gebliebenen Bestände der ständischen Bibliothek, mit der Musealbibliothek zu vereinen. Die teilweise äußerst wertvollen Bände bildeten ab 1836 den Grundstock der Museumsbibliothek. Ebenfalls sehr früh wurde der Schriftentausch mit internationalen Häusern begonnen, aber auch Schenkungen und Legate trugen zur steten Vermehrung der Bibliotheks- und Sondersammlungsbestände bei.

Die vielfältigen Sondersammlungen bergen kostbare Unikate. Darunter befinden sich Handschriften und Autographen, Inkunabeln (Bücher mit Erscheinungsdatum bis 31. Dez. 1500) und Frühdrucke, Landkarten und Atlanten, Postansichtskarten, Plakate, Porträts, Musikalien und Materialien zur Theatergeschichte Oberösterreichs. Nachlässe und kleinere Spezialsammlungen wie Ehrenurkunden, Stammbücher und historische Spielkarten sind hier ebenso enthalten, wie Kalender und Kochbücher.

Unter den Manuskripten findet sich das Fragment einer Nibelungenhandschrift (2. Drittel 14. Jh.). Das gut erhaltene, beidseitig beschriebene Pergamentblatt ist bereits in den ersten Jahren seines Bestehens in das Museum gelangt.

Die Autographensammlung enthält z. B. ein Stammbuchblatt Johannes Keplers aus dem Jahr 1612. In der Sammlung historischer Landkarten findet sich beispielsweise die erste Karte Oberösterreichs von Augustin Hirschvogel „Beschreibung des Erczherzogtumb Oesterreich ob der Enns“ aus dem Jahr 1583.

Bedeutend ist auch die Sammlung von Musikalien. Etwa die zwischen 1611 und 1613 aufgezeichneten 120 vielstimmigen Tänze und Liedbearbeitungen für Tasteninstrumente der Linzer Orgeltabulatur oder Anton Bruckners „annulirt[e]“ „Symphonie in d-Moll – die ‚Nullte‘“ von 1869. Zahlreiche Nachlässe und musikhistorisch bedeutende Sammlungen von 1586 bis in die Gegenwart ergänzen die wertvollen Bestände.

 

Nachlassbibliothek Alfred Kubins

Die in Schloss Zwickledt befindliche Nachlassbibliothek Alfred Kubins wird von der Bibliothek des Oberösterreichischen Landesmuseums betreut.

Auf dem Gebiet der Kochbücher wurde in den letzten Jahren nachhaltig geforscht. Resultat dieser Forschungen von Waltraud Faißner sind zwei Auflagen eines Buches über die Linzer Torte: Die erste Auflage von 2004 „Wie man die Linzer Dortten macht“ ist vergriffen. Die zweite Auflage unter dem Titel „Linzerische Torten auf andere Art“ ist nach wie vor erhältlich.

Des Weiteren resultierten aus den Forschungen Waltraud Faißners eine Serie in 13 Folgen im „Was ist los?“ ( die „Küchenmeisterey“) sowie die Datenbank historischer Kochrezepte „Allerhandt neue Kocherey“.

 
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